Ensemble Lignum Vitae

Lilit Tonoyan: Violine & Viola

André Meisner: Duduk & Shwi (Armenische Holzblasinstrumente)

Giuseppe Mautone: Bodhrán & Percussion

Jonas Dunkel: Kontrabass & E-Bass

Davit Melkonyan: Violoncello 

 

Das Ensemble Lignum vitae (Baum des Lebens, armenisch: Կենաց ծառ) vereint armenische Volkslieder, Tanzmelodien und poetische Lieder der Gusans in einfühlsamen, instrumental-arrangierten Interpretationen. Nach der Beschäftigung mit armenischer Sakralmusik widmet sich die Violinistin Lilit Tonoyan aktuell ganz der säkularen armenischen Musik (Secular Music). Das Repertoire beinhaltet Melodien aus vielen Regionen des historischen Armeniens. Die einfühlsamen, selbst geschriebenen Arrangements der überlieferten Volksliedkunst interpretiert sie gemeinsam mit dem Cellisten Davit Melkonyan, dem Duduk-Spieler André Meisner, dem Perkussionisten Giuseppe Mautone und dem Bassisten Jonas Dunkel. In Kombination mit der nicht gleichstufigen Stimmung der Duduk, dem warmen Klang der mit Darmsaiten besaiteten Streichinstrumente (Violine, Cello/Kontrabass) und dem singenden Klang der irischen Rahmentrommel Bodhrán entsteht ein ungewöhnliches Klangerlebnis zwischen verschiedenen musikalischen Traditionen.

 

 

KRUNK Armenian Secular Music von Lilit Tonoyan & Ensemble Lignum Vitae hier streamen 

 

Rezension über unser Album KRUNK auf Klassik-heute.de

 

Rezension über unser Album KRUNK auf nrwjazz.net

 

 

Was bedeutet "Lignum Vitae"? 

Der Baum des Lebens (lat. Lignum vitae oder Arbor vitae), ein verbreitetes Symbol in der Kulturgeschichte der Menschheit, gehört zur Mythologie vieler Völker. Der Kult des Lebensbaums weist in jeder Umgebung lokale Besonderheiten auf. Darüber hinaus wurden an verschiedenen Standorten auch unterschiedliche Baumarten verehrt. In der Geschichte der meisten alten Kulturen findet man diese Verehrung des Baumes in Form eines oder mehrerer heiliger Bäume (u.a. in der persischen Kultur der Simurgh-Baum, Tuba im Islam, die Sykomore bei den Ägyptern, der Pfirsichbaum als Baum der Unsterblichkeit in China oder der Bodhibaum als Symbol des Erwachens im Buddhismus, der Aprikosen- oder Granatapfelbaum in der armenischen Kultur, die Eiche oder Esche in Irland und viele andere)

 

Im Schöpfungsbericht im ersten Buch Mose ist der Baum des Lebens ein Baum in der Mitte des Paradieses, der ewiges Leben schenkt, wenn man von seinen Früchten isst. Adam und Eva werden aus dem Paradies vertrieben, damit sie nicht auch noch vom Baum des Lebens essen können, nachdem sie bereits vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten.

Der Baum des Lebens aus dem Paradies ist im Christentum immer wieder in Beziehung gesetzt worden zum Kreuz Jesu.

Aber nicht nur das Symbol Lebensbaum, sondern die Bäume als Pflanzen spielen eine zentrale Rolle in manchen Mythen und Glaubenssystemen und haben Belletristik, Poesie und Musik inspiriert. Sie sind enorm wichtig für unsere Umwelt und unentbehrlich als unsere Lebensgrundlage, wortwörtlich „Lebensbäume“.

 

Weitere Bedeutung:

Lignum vitae, lateinisch „Holz des Lebens“, ist ein extrem hartes und schweres Holz der Gattung Guaiacum, das im 16. Jahrhundert aus der Karibik nach Europa gelangte. In der frühen Neuzeit schrieb man ihm große Heilkräfte zu.

Neben der medizinischen Nutzung war Lignum vitae wegen seiner außergewöhnlichen Härte, Dichte und natürlichen Öle ein wichtiger Werkstoff, besonders im Schiffbau und in technischen Anwendungen, da es im Wasser kaum verrottete. Als teures Importgut spielte es zudem eine Rolle im kolonialen Handel und galt als Symbol für exotisches Wissen und Fortschritt. Mit dem medizinischen und technischen Wandel verlor es später an Bedeutung; heute steht es wegen Übernutzung unter Artenschutz.